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Henrike Naumann „Die Innere Front” Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026

Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Der deutsche Pavillon in den Giardini zeigt Henrike Naumanns dreidimensionales Werk „Die Innere Front“.

Die zentrale Wand, durch die man den Pavillon betritt, ist mit einer bunter Mischung aus verschiedenen Gegenständen tapeziert, die die Künstlerin als Hieroglyphen bezeichnet.

Es handelt sich im Wesentlichen um Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit, vermischt mit Darstellungen von Innenräumen, Landschaften und Porträts aus getriebenem Metall, in denen sich eine Gasmaske, ein Paar Schuhe, eine Heugabel, Kleiderbügel, Krawatten, Schlüssel und ein Bierkrug vermischen – allesamt fast ohne jeglichen Zusammenhang zwischen diesen verschiedenen, nebeneinander dargestellten Objekten.

Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Es scheint, als wolle der Künstler uns verwirren, wenn wir diese mit kleinen Gegenständen bedeckte Wand betrachten.

Objekte, die manipuliert wurden, ein Leben hatten, nun in ihrer Vergangenheit erstarrt sind, entmenschlicht.

Diese Wand ist, wie die beiden angrenzenden Wände, in demselben Minzgrün gestrichen, das in den Baracken der sowjetischen Armee verwendet wurde, als diese Ostdeutschland besetzte.

Die beiden anderen Wände zeigen auf der einen Seite das Innere eines Hauses und auf der anderen Seite verschiedene Figuren.

Im oberen Bereich dieser beiden Wände sind Reihen von Halbstühlen zu sehen.

Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Für den Künstler verkörpern diese Stühle die Entwicklung der deutschen Geschichte vom 20. bis ins 21. Jahrhundert.

Die erste Wand zeigt einen menschenleeren, dreidimensionalen Innenraum, in dem Grüntöne dominieren.

Dieser Innenraum zeigt uns auf der linken Hälfte ein Esszimmer und auf der rechten Hälfte ein Schlafzimmer.

Dieser Raum wirkt kalt und metallisch, als ob jede Spur von Leben, Liebe und Emotionen hier verboten wäre.

Die gegenüberliegende Wand ist das genaue Gegenteil davon.

Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Die Kleidung der Figuren, die bei ihrer beruflichen Tätigkeit gezeigt werden, ist eine Mischung aus kalten und warmen Farbtönen.

Die warmen Farbtöne, darunter Rot, sind den Frauen vorbehalten, während Blau, Schwarz und Grau den Männern vorbehalten sind.

Das Leben wird hier so dargestellt, als sei es untrennbar mit der Arbeit verbunden.

Henrike Naumanns Werk zeigt uns eine sowjetisierte ehemalige deutsche Gesellschaft, in der der Einzelne nur eine Nummer war, ein bloßes Produktionsmittel.

Der warmfarbige Hintergrund, auf dem die Menge der Figuren zu sehen ist, die sich dort drängen, besteht aus Holz.

Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
Henrike Naumann
Henrike Naumann, Die Innere Front, Deutschland, Kunstbiennale von Venedig 2026
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